Aktuell

15.11.2016

«Ich halte es mit Johnny Rotten: ‹Anger is an Energy›»

Sandro «Sandou» Wiedmer

1962 – 2016

Vor einer Woche bist du nicht mehr erwacht.

In tiefer Trauer nehmen wir von unserem Gefährten & Freund Abschied. Wir sind glücklich, Sandou in 30 Jahren gelebte Utopie Reitschule als klugen, querdenkenden, kreativen Menschen und als Weggenossen mit dabei gehabt zu haben.

Die öffentliche Abdankungsfeier findet am Montag 21.11.2016, um 14.30h in der Johanneskirche, Breitenrainstrasse 26, Bern statt.

Anschliessend treffen sich Familie, Freunde, Freundinnen, Reitschüler_innen und alle, die ihn gerne hatte, in der Reitschule zum gemeinsamen Essen, einem letzten Drink, zu Gesprächen und seiner Musik.

Von Anfang an bis 2016. Und für immer in unseren Herzen! Reitschule, Bern

Am Dienstagabend, 06.12.2016 spielen «Boris», eine von Sandous Lieblingsbands im Dachstock. Freunde & Freundinnen sind herzlich eingeladen auf ein Apéro um 18.00h und anschliessend typischen Sandou-Konzert.

Spenden bitte an das Kino der Reitschule: PC: 30-21288-3 

 

2.8.2016

Offener Brief vom 2. August an unsere Freundinnen und Freunde

DIE REITSCHULE ÖFFNET WIEDER - UND RUFT ZUM STADTRUNDGANG

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Besucher_innen des Vorplatzes und der Schütz, liebe Medien.

In den vergangenen Wochen haben wir Reitschüler_innen eine ganz andere Reitschule kennenlernen können. Weil kein täglicher/nächtlicher Betrieb stattfand, gab es viel Raum und Zeit für Gespräche und Zusammenarbeit, welche bisher oft zu kurz gekommen waren. Es wurde viel diskutiert darüber, was bisher gut oder auch nicht so gut oder sogar gar nicht gut lief. Und was sich möglicherweise wie ändern liesse. 

Die Vollversammlung vom 9. Juli 2016 hat die Reitschule aufgrund der Situation auf dem Vorplatz und der Schützenmatte kurzfristig geschlossen. Der Entscheid fiel uns sehr schwer, weil wir damit euch Freunde und Freundinnen mehr oder weniger ausgeschlossen haben. Trotzdem konnten wir nicht länger zuschauen, wie unsere Grundsätze auf dem Perimeter Schützenmatte von verschiedenen Personen mit Füssen getreten werden. 
Eine Schliessung von knapp einem Monat ist eigentlich viel zu kurz. Aber wir wollen diesen Ort nicht sich selbst überlassen, sondern ihn gemeinsam mit euch allen aktiv beleben: Wir öffnen wieder, für euch, die ihr genauso die Reitschule ausmacht, wie jede_r aktive Reitschüler_in. Dies wollen wir mit einem Stadtrundgang tun.

EINBINDEN, BELEBEN, SENSIBILISIEREN
Ebenso ehrlich wie wir geschlossen hatten, erkennen und sagen wir: Es gab und gibt Probleme im Grossraum Schützenmatte, für welche wir unmöglich die Verantwortung übernehmen wollen und können. Und leider können wir diese gesellschaftlichen Probleme, welche sich vor unserem Haus kristallisieren, auch nicht alleine lösen. Aber alle gemeinsam können wir sie hoffentlich entschärfen. Wir haben uns überlegt, was sowohl wir Reitschüler_innen als auch ihr Freund_innen tun könnt, um die Situation vor der Reitschule zu verbessern:

- Wir wollen die Grundsätze unseres Manifests visualisieren und in verschiedenen Sprachen auch ausserhalb der Reitschule deutlich machen.

- Wir wollen einen Informationsstand respektive eine Anlaufstelle schaffen, wo Informationen und Hilfe geholt werden können.

- Wir wollen Veranstaltungen, Workshops und Kultur auf dem Vorplatz organisieren und diesen somit aktiv beleben.

- Wir wollen aktiver kommunizieren. Mit euch Freund_innen und Besucher_innen im Haus und auf dem Vorplatz. Aber auch mit Menschen, die mit dem Freiraum schlecht umgehen oder ihn missbrauchen. Nur wenn der Austausch mit den Leuten rund um die Reitschule stattfindet, können wir unsere Grundsätze vermitteln.

- Wir wollen aktiv präsent sein. Wir waren schon bisher auf dem Vorplatz und auf der Schützenmatte präsent und haben uns in Schadensbegrenzung geübt. Das hat zwar gewirkt, aber leider nicht genügend. Wir wollen es mit einem neuen Ansatz und mit mehr Mitarbeiter_innen versuchen; indem wir besser informieren, vermehrt das persönliche Gespräch suchen und und euch alle einladen, mitzumachen und Verantwortung zu übernehmen.

- Wir wollen, dass ihr Besucher_innen der Reitschule mithelft, das Projekt zu tragen und eingreift, wenn unser Manifest verletzt wird. 

- Wir wollen in den Gesprächen mit der Stadt vermehrt und mit Nachdruck auf die Schwierigkeiten hinweisen, die sich bei der Schützenmatte konzentrieren. Wir wollen versuchen, gemeinsame und konstruktive Lösungen zu finden.

AUCH DIE STADT MUSS VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN
Nach der Schliessung hat sich die Situation nicht einfach beruhigt oder grundlegend verändert. Die Reitschule leistet mit ihrem vielfältigen Kulturprogramm, ihren politischen Veranstaltungen und dem sonstigen Tagesbetrieb einen erheblichen Beitrag zur Befriedigung unterschiedlichster Bedürfnisse der Menschen aus der Stadt und Region Bern. Der Freiraum, den Reitschule, Vorplatz und Schützenmatte bilden, bietet jede Woche tausenden von Menschen einen Ort zum Verweilen und nimmt der Stadt und der Region Bern damit eine grosse "Last" ab. Damit konzentrieren sich aber auch diverse Probleme rund um die Reitschule, mit welcher die Stadt sonst anderswo fertig werden müsste. Um diese Probleme zu entschärfen, stellen wir auch einige Forderungen an Stadt und Behörden:

1. Politik und Behörden:
Die Stadt muss einsehen, dass es Probleme gibt, die durch ihre Politik zur Reitschule hin verlagert werden. Die Behörden und Politiker_innen sollen die Anstrengungen der Reitschule anerkennnen - nicht bloss die kulturellen, sondern auch die sozialen. Sie sollen aufhören, auf dem Buckel der Reitschule und ihrer Gäste Wahlkampf und persönliche Interessenspolitik zu betreiben, indem sie gesamtgesellschaftliche Probleme einseitig der Reitschule anlasten. Die Vertreter_innen der Stadt sollen sich darum bemühen an konstruktiven Lösungen ernsthaft mitzuarbeiten und echte Lösungen anzustreben. Dazu muss es Änderungen in der Drogen-, Jugend- und Nachtlebenpolitik geben. Und dazu muss sich das Auftreten der Repressionsorgane in Bern ändern.

2. Drogen und Deal: 
Die Reitschule spricht sich für eine progressive Drogenpolitik aus und erinnert daran, dass u.a. Bern diesbezüglich mit der Eröffnung der Drogenanlaufstelle einst eine europaweite Vorreiterrolle eingenommen hat. Desweitern stellen wir uns geschlossen hinter Institutionen wie Sleeper, Casa Marcello, Kirchliche Gassenarbeit Bern, Koda und natürlich die Anlaufstelle. Egal was in den Medien berichtet wird und trotz teilweise divergiernder Meinungen, die Wichtigkeit dieser Einrichtungen als direkte Hilfe für Konsument_innen und randständige Menschen kann nicht genügend betont werden.
Es braucht aber dringend eine zweite Anlaufstelle für Drogengebraucher_innen. Dezentralisierung und alternierende, erweiterte Öffnungszeiten können den Perimeter entlasten. Die Einlassbedingungen der Anlaufstellen müssen an die tatsächliche Situation angepasst werden. Und es braucht endlich Lösungen in den Städten des Oberlandes und im Kanton Freiburg. Wir sind bereits im Gespräch mit den Verantwortlichen der Berner Anlaufstelle und suchen nach Lösungen. Des Weiteren fehlt es an niederschwelligen Angeboten. Die Politik auf dem Rücken der Betroffen und ihre Vertreibung aus beinahe dem ganzen Öffentlichen Raum müssen aufhören. 

Solange Drogen nicht legalisiert sind, wird es auch den Deal mit all seinen negativen Folgen geben. Die Stadt soll aufhören, diesen so zu "bekämpfen", dass er sich übermässig auf einzelne Orte konzentriert. Das belastet nicht nur die Reitschule, sondern erhöht auch den Konkurrenzdruck und damit die Gewaltbereitschaft der Dealer_innen. Ausserden führt es dazu, dass "weiche" und "harte" Drogen am selben Ort angeboten werden. Progressive Schritte in Richtung Legalisierung sind dringend nötig.

3. Jugendarbeit und Stadtleben: 
Private Initiativen in leerstehenden Häusern und auf Brachen brauchen Raum. Diese entstehen überall "wie von selber" durch engagierte und aktive Menschen - sie werden aber von der Stadt und der Polizei zu oft bekämpft und verhindert, statt geduldet. Diese Vertreibungspolitik, die sich gegen diese Freiräume und Experimentierfelder richtet, halten wir für falsch. Eine Stadt braucht Lücken, in denen Menschen aktiv sein können, sich selber organisieren und experimentieren können. Dies schafft eine lebendige Stadt und niederschwellige Angebote für ein breites Spektrum von Menschen.
Für junge Menschen ohne grosses Budget, fehlt es an Möglichkeiten. Jugendliche werden von Polizei und privaten Sicherheitsleuten aus den Quartieren und den Öffentlichen Pärken vertrieben, wenn sie etwa Musik hören oder Alkohol trinken. Es braucht dringend mehr niederschwellige Angebote für diese Altersgruppe.

4. Polizei:
Wir fordern die Polizei auf, auf die aktive Politik die sie gegen die Reitschule betreibt zu verzichten und endlich zur deeskalierenden Haltung zurückzukehren. Die Repression die die Polizei in Raum Schützenmatte betreibt, ist kontraproduktiv. Diese Einsätze werden oft mit so wenig Fingerspitzengefühl durchgeführt, dass die Lage schlimmer wird, als vor dem Polizeieinsatz. 
Die Reitschule bekommt aber auch die Repression zu spüren, die in der restlichen Stadt kontinuierlich zugenommen hat: Wegweisung von Drogengebraucher_innen, von Jugendlichen die Musik hören oder skaten, von Dealer_innnen, Bettler_innen, Obdachlosen, härteres Vorgehen gegen besetzte Häuser und gegen Demonstrationen. Diese Repression zur Wahrung des sogenannten 'Stadtbilds' treibt immer mehr Menschen in den Grossraum Schützenmatte und erhöht damit den Druck auf Reitschule und Umgebung.

Wir fordern daher eine unabhängige Ombudsstelle, an die man sich bei Problemen mit Polizei und Behörden wenden kann und die bei Konflikten interveniert und vermittelt.

WIR ALLE SIND DIE REITSCHULE
Egal welche Massnahmen, Projekte oder Kampagnen wir oder die Stadt aber starten, der Freiraum Reitschule lebt nur dank und durch euch! Es braucht eine Solidarisierung der Menschen in und um der Reitschule, ungeachtet ob sie in den Strukturen des Hauses involviert sind oder nicht. Nur durch ein klares Bekenntnis ALLER Besucher_innen zum Manifest und den Grundsätzen unsers Kultur- und Politzentrums, können Sexismus und Übergriffe bekämpft werden.

Besucht uns. Wir sind ab Donnerstag wieder da.
Herzlich,
Eure Reitschule Bern

DIE WIEDERERÖFFNUNG DER REITSCHULE STARTET AM 04.08.2016 UM 18:30 Uhr AUF DER GROSSEN SCHANZE MIT EINEMS STADTRUNDGANG. Er soll aufzeigen, dass die Probleme, welche auf dem Vorplatz bestehen, ihren Ursprung und Ausdruck in unserer Gesellschaftsform haben und dass sie auch in der restlichen Stadt festzustellen sind und waren - wie zum Beispiel die offene Drogenszene, samt Deal und Prostitution auf der Bundesterasse in den 1990er-Jahren.

 

12.07.2016

 

 

Update zur temporären Schliessung:

 

Angesichts wilder Spekulationen verschiedener Medien sieht sich die Reitschule gezwungen zu bestätigen, dass es am Samstag, dem 9. Juli im Grossraum Schützenmatte zu einem sexuellen Übergriff kam – aus Rücksichtnahme auf die betroffene Person haben wir bisher darauf verzichtet, dies öffentlich zu machen. Des Weiteren wollen wir mit einer genaueren Erklärung den Entscheid zur Schliessung verständlich machen.

Nach Betriebsende am frühen vergangenen Samstag Morgen, machte ein Passant noch verbleibende Reitschüler_innen auf eine Person aufmerksam, welche im Grossraum Schützenmatte Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden war. Daraufhin organisierte sich das Sicherheitspersonal nach Schichtende erneut, suchte die Person auf und betreute sie. Unser Personal handelte sofort, leistete Erste Hilfe und informierte die Sanitätspolizei. Die nötigen Fachpersonen für die Betreuung der betroffenen Person sind involviert. Entgegen wilden Gerüchten, rät die Reitschule niemandem von einer Anzeige ab. Aus Respekt und Rücksichtnahme dem Opfer gegenüber wird sich die Reitschule nicht weiter zu diesem Vorfall äussern.

Dieser Vorfall und andere Ereignisse an diesem Abend, bei denen Personen zu Schaden kamen, haben für uns das Fass zum Überlaufen gebracht. Die Reitschule verurteilt solche Vorfälle aufs Schärfste; sie widersprechen den Grundsätzen der Reitschule diametral. Um ein Zeichen dagegen zu setzen, haben wir die Tore vorläufig geschlossen. Wir nutzen die Zeit um zu überlegen wie wir mit diesen – uns von aussen auferlegten – Bedingungen umgehen wollen. Wann wir wieder öffnen ist Gegenstand von Diskussionen. Wir werden aber auch in der Zeit, in der die Reitschule geschlossen ist, präsent sein und den Vorplatz nicht sich selbst überlassen.
Für uns ist klar, dass Veränderungen her müssen. Was die Reitschule dazu beitragen kann, wird derzeit in den Strukturen diskutiert. Wir wollen an dieser Stelle nochmals betonen, dass die Situation vor unserem Haus eine gesellschaftlich Gemachte ist. Wir fordern die städtischen Behörden auf, ihre Drogen-, Nachtleben- und Jugendpolitik grundsätzlich zu überdenken und endlich Lösungen zu suchen, welche nicht daraus bestehen, sämtliche Probleme im öffentlichen Raum vor die Reitschule abzuschieben.

Freundliche Grüsse,
Mediengruppe Reitschule Bern

 

09.07.2016

 

Die Reitschule bleibt bis auf Weiteres geschlossen

 

Die Reitschule - 1987 definitiv besetzt und seither als alternatives Kultur- und Begegnungszentrum genutzt.
Ein Freiraum, für den wir mit unserem Manifest als Betreiber_innen der Reitschule Grundsätze festgelegt haben, die für uns unabdingbare Elemente eines solidarischen und emanzipierten Zusammensein sind:

  • kein Rassismus;
  • kein Sexismus;
  • keine physischen, psychischen oder sexuellen Übergriffe;
  • keine Homophobie;
  • keine Selbstbereicherung;
  • kein Konsumzwang;
  • wir versuchen Konflikte gewaltfrei zu lösen;
  • wir verhalten uns respektvoll miteinander und gegenüber der Infrastruktur.

Der Vorplatz hat sich in den letzten Jahren, nicht zu letzt als Konsequenz der verfehlten Jugend-, Nachtleben-, Sicherheits-, Drogen- und Asylpolitik der Stadt Bern, des Kantons und des Bundes, zum Kristallisationspunkt gesellschaftlicher Probleme entwickelt, die ausserhalb des Einflussbereichs der Reitschule liegen. Abend für Abend, Wochenende für Wochenende treffen auf dem Vorplatz verschiedenste Menschen und Interessen aufeinander. Der Reitschule wird damit eine Verantwortung übergestülpt, die wir weder tragen können noch wollen. Deshalb sagen wir "Stopp". Für uns ist die heutige Situation untragbar und wir haben keine Lust mehr darauf, Freiraum zu sein, dem nicht Sorge getragen wird.
Aus diesem Grund bleibt die Reitschule bis auf Weiteres geschlossen!

 

16.06.2016

Reitschule Sommerfest 2016 

 

--> www.nbnn.ch

Die Reitschule veranstaltet am 29. und 30. Juli  2016 zum dritten Mal das Reitschule-Sommerfest unter dem Motto „No Borders, No Nations“. 

Der Name ist nicht zufällig gewählt. 
Während sich Herr und Frau Schweizer auf den Nationalfeiertag vorbereiten, sind wir die Gegenstimme und wollen zum Nachdenken anregen. 
Wir wollen keine Grenzen und keine Zäune, keine Nationen und kein Abschieben von Menschen. 
Das Sommerfest steht für Vielfalt und ein alternatives Denken und Leben! 

An beiden Tagen geht ein abwechslungsreiches Programm über die Bühne. 
Freitags wird nicht nur Tommy Vercettis Rosario-Plattentaufe nachgeholt, sondern auch mit Louise Distras, The Cambodian Space Project und Ann Jangle durch den Abend gefeiert. Doch damit nicht genug, Pablo Nouvelle und Feine Sahne Fischfilet werden viele Musikherzen höher schlagen lassen. 

Am Samstag geht es weiter mit Sergent Papou, RedSka, The Shit und Nasty Rumours. Ganz besonders freuen wir uns an diesem Abend auf die Terrorgruppe und Atari Teenage Riot! 

Die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Nationalismus ist uns wichtig. Deshalb finden am frühen Freitagabend und am Samstag Nachmittag Vorträge statt. 
An beiden Tagen bieten wir die Möglichkeit, die Reitschule durch eine Führung kennenzulernen. 

Wir veranstalten ein unkommerzielles Fest ohne Konsumzwang, Zäune und Eintritt. Wir haben keine Sponsoren oder Gönner, dafür hunderte Helfer*innen, die ohne Lohn für das Fest arbeiten. 
Um die Kosten zu decken, werden Solibändeli verkauft. 

Die Reitschule bietet mehr! 

Trailer 2016: 
https://www.youtube.com/watch?v=_3ZrUozcBJ8 

Aftermovie 2015: 
https://www.youtube.com/watch?v=mrB6rzAUcE4

 

07.03.2016

Liebe Menschen

Über das Wochenende nachdenken? Ist eindeutig fällig. Auch ein paar neue und alte Diskussionen führen. Über Sinn und Zweck von Strassenkämpfen rund um die Reitschule - die werden mit Sicherheit folgen.

Wir als Reitschüler_innen müssen uns kritische Fragen bezüglich unserem Konzept gefallen lassen, genauso wie die Strassenkämpfer_innen. Welches Ziel sollte mit diesen Ausschreitungen erreicht werden? Wem haben sie genützt? Wem geschadet? Was wurde vermittelt? Was sind die Folgen?

Wir möchten heute einfach mal festhalten, dass ein Provokationsschema nicht durchsichtiger hätte sein können:

Zuerst veröffentlicht die Kapo einen Bericht und hält unter vielem anderen fest, dass die Situation rund um die Reitschule problematisch sei.

Die Medien springen v.a. auf den Teil des Berichtes auf, den die Reitschule betrifft.

Die Reitschule reagiert und legt ihre Sicht der Dinge dar - dass es zwar vermehrt Vorfälle und Diebstähle gegeben habe, die Reitschule schon selber mit vermehrter Präsenz reagiert habe. Dass das Ausmass jedoch kein "nie dagewesenes" sei, sondern dass es diesbezüglich halt Schwankungen gebe.

Medienberichte in Bund, BZ erscheinen, die die Situation dramatisieren.

Darauf «reagiert» die Polizei: Am Freitagabend wird ein so genanntes Präventionsteam vorbeigeschickt - und zwar ein grosses und dieses in Vollmontur. Damit auch allen klar ist, wer das Gewaltmonopol hat. Speziell interessant ausserdem, dass nicht wenige des so genannten Präventionsteams sonst bei der Sondereinheit Krokus arbeiten - und Reitschüler_innen deshalb leider bestens bekannt sind.

Was provoziert werden soll, ahnt man in der Reitschule sofort, deshalb ruft man die Besucherinnen auf, ins Innere zu kommen und sich nicht provozieren zu lassen. Als trotzdem kleinere Aufmärsche stattfanden, wurden diese umgehend gewaltsam aufgelöst.

Die Gegenreaktion junger Revolutionär_innen lässt nicht lange auf sich warten...

Samstag Abend - … et voila: 100 Punkte - alle spielen das Spiel mit.

Auch die Verlautbarungen der Reitschulgegener_innen durften nicht fehlen. Sie folgen wie bestellt, etwa die Forderungen des Verband Schweizerischer Polizei-Beamter, die denen der Jungen SVP genau entsprechen...

Ist das alles jetzt wirklich Prävention gegen Drogendeal und Taschendiebstahl?

Leider spielt es gar keine Rolle, was die Reitschule-Betreiber_innen finden, wann die Polizei geschickterweise NICHT dort auftreten sollte, um einen möglichst angenehmen Ablauf des Abends auf dem Vorplatz zu erreichen.

Möglicherweise KANN die Polizeiführung gar nicht verstehen, wieso eine derartige (bewaffnete) Polizeipräsenz von vielen Menschen - gerade bei der Reitschule - als schlichte Provokation angesehen wird, weil sie ein kurzes Gedächtnis hat und weil sie die Geschichte der Reitschule nicht versteht.

Möglicherweise WILL die Polizeiführung aber auch gar nicht, dass ein Abend in der Reitschule angenehm und friedlich verläuft.

Wir wissen nicht, welcher der Ansätze eher stimmt, aber hinter allen wieder alles sauber aufwischen, das geht schon.

Besucht uns, wir sind immer da.

Kultur- und Begegnungszentrum

Reitschule Bern

Mediengruppe

 

12.09.2015

NO DEAL AREA ≠ POLICE REPRESSION AREA

Die Reitschule hat ein Problem mit dem Drogendeal, aber auch den daraus resultierenden menschenverachtenden, aggressiven Razzien der Polizei auf der Schützenmatte. Die Medienmitteilung zum Aktionstag vom 12.9.2105.

 

4.9.2015

Die Überraschung: ERICH HESS ist gegen die Reitschule.

Seit heute sammelt die JSVP Unterschriften für eine weitere Initiative gegen die Reitschule, diesmal auf kantonaler Ebene, wo er sich mehr Erfolg verspricht als in der Stadt. Bernischen Gemeinden sollen massiv kantonale (Ausgleichs-)Beiträge gekürzt werden, wenn sich auf ihrem Gebiet Einrichtungen befinden, «von denen notorisch konkrete Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgehen». 

Unsere Medienmitteilung hatten wir noch vor der Medienkonferenz veröffentlicht.

#RefugeesWelcome

PS: Der Song von Churchhill aus der Abstimmungskampagne 2010 passt wieder wunderbar (Danke Churchhil!!!): Stress mit Hess

 

23. Mai 2015

REITSCHULE SOMMERFEST 2015

Nach dem letztjährigen Openair - einem Fest, wie es Bern noch selten gesehen hat - veranstaltet die Reitschule am 31.07.2015 & 01.08.2015 zum zweiten Mal das Reitschule-Sommerfest. Unter dem Motto „No Borders, No Nations“, wagen wir uns nochmals auf die Schützenmatte.

In Zeiten, in denen man täglich in der Zeitung lesen muss, dass wieder Flüchtlinge im Mittelmeer zu hunderten ertrinken, in verschiedenen Regionen Menschen für die Nation ihr Leben lassen und in ganz Europa rassistische Gruppierungen und Parteien im Aufschwung sind, wollen wir ein klares Zeichen setzen. Das Fest richtet sich gegen Nationalismus und Grenzen. Es steht für Vielfalt und ein alternatives Denken und Leben! Nicht zufällig veranstaltet die Reitschule das Openair am Wochenende des Schweizer Nationalfeiertags.

An beiden Tagen geht ein abwechslungsreiches Programm über die Bühne. Der Freitag steht ganz im Zeichen des Berner Hip Hop – mit bekanntem Special Guest. Anschliessend sorgen Techno- und House-DJs für tanzende Beine.

Der Samstag wir rockig und punkig. Wir freuen uns besonders auf Irie Révoltés (DE), War on Woman (USA) und viele weitere.

Damit nicht genug: An beiden Tagen bieten wir die Möglichkeit, die Reitschule auf einer Führung kennenzulernen. Am Samstagnachmittag gibt es auf dem Vorplatz einen gemütlichen Biergarten, begleitet von Singer-Songwriters. Für lustige Einstimmung auf die Nächte sorgen Konny und Yok.

Die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Nationalismus ist uns wichtig. Deshalb finden an den Nachmittagen Vorträge statt.

Wir veranstalten ein unkommerzielles Fest ohne Konsumzwang, Zäune und Eintritt. Wir bieten ein breites Getränke- & Essensangebot. 

Um die Kosten zu decken, werden Solibändeli verkauft.

Die Reitschule bietet mehr! Wir machen was draus.

 

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9. Mai 2015

DAS TOR IST HEUTE ZU. UNS REICHTS!

Uns ist bewusst, dass die ökonomische Situation der Strassenhändler, sowie die staatliche Prohibition und die seit Jahrzehnten nutzlose Repressions- und Vertreibungspolitik gegen die kleinen Fische des Drogenhandels für das «Drogenproblem» vor der Reitschule verantwortlich sind. Der Deal mit den Drogen beschert uns ein Konsumrauschpublikum und bringt Gewalt ins Haus. Hinter dem Drogenhandel stecken mafiöse und menschenverachtende Strukturen, die unter anderem mit dem weltweiten Menschen- und Waffenhandel verstrickt sind. Dennoch, wir wollen ein Polit-, Begegnungs- und Kulturzentrum sein und nicht ein stadtbekannter Drogenumschlagplatz. Wir wollen keinen Deal und keinen Konsum von harten Drogen in und um die Reitschule. Die aktuelle Situation auf dem Vorplatz ist für uns nicht länger tragbar. Als Besucherin und Besucher trägst Du wesentlich zum Klima auf dem Vorplatz und in den Räumen der Reitschule bei. Mit deinem Besuch zeigst du uns, dass der Vorplatz und die Veranstaltungen der Reitschule einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Nachtleben und den Freiräumen in der Stadt Bern liefern. Damit dies auch in Zukunft so bleiben kann, sind wir darauf angewiesen, dass du dir der Grundgedanken, die hinter der Reitschule stehen, bewusst bist. Wir erwarten von dir, dass du dich zum Manifest der Reitschule bekennst:

Wir wollen dir mit der Kampagne «No Deal Area» vor Augen führen, dass es so nicht weiter gehen darf. Freiraum bedeutet, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

KEIN SEXISMUS, KEIN RASSISMUS, KEINE HOMOPHOBIE, KEINE ÜBERGRIFFE UND KEINE SELBSTBEREICHERUNG - DAS BEDEUTET AUCH KEIN DEAL UND KEIN KONSUM VON HARTEN DROGEN.

DIE REITSCHULE BIETET MEHR. MACH WAS DRAUS!

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Oktober 2014

Reitschulfest 2014 vom 24. & 25. Oktober

Früher «Baufest» genannt, ist dieses grosse Fest seit 27 Jahren eine feste Grösse im Jahreskreis und Feiertagskalender der Stadt. Während sonst die einzelnen Räume und der Vorplatz der Reitschule bei über 500 Veranstaltungen im Jahr mehr als 100'000 BesucherInnen empfangen, lädt an diesem Wochende die gesamte Reitschule gemeinsam ein zu einem zweitägigen Fest. Es lockt ein vielseitiges und attraktives Programm für jeden Geschmack, das neben Konzerten und Partys auch Film, Theater, Druckworkshops und ein kontemplatives Teestübli bietet. Für Kritiker_innen, Fans, Besserwisser_innen, Skeptiker_innen, Freund_innen, Vorverurteiler_innen, Unentschlossene und Unterstützer_innen bietet sich für ein Wochenende die konzentrierte Gelegenheit die Reitschule in ihrer Vielfalt und Reichhaltigkeit zu erleben, mit ihr zu feiern und auf ein weiteres Jahr anzustossen. Gesundheit! Auf ein langes Leben!


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August 2014

«NO BORDERS, NO NATIONS» - Openair vor dem Haus

grossartig wars!

Hier ein paar Eindrücke.

 

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August 2013:

«Do nimm», raunt der junge Mann im Vorbeigehen und drückt mir seine halb ausgetrunkene Bierflasche in die Hand. Später Samstagabend vor der Berner Reitschule. Ich schmunzle, nehme einen grossen Schluck und fühle mich nur noch halb so fremd. ...

Wie es dem neuen Vorsteher des kantonalen Amts für Kultur bei seinem ersten Besuch in der Reitschule weiter ergangen ist, lesen Sie in seinem Newsletter.

Programm

heute 14:00FrauenraumAmie – die Frauenkleidertauschbörse – offen für alle Frauen
heute 20:30FrauenraumTANZBAR - Alles ist tanzbar in der TanzBAR im Frauenraum: Standard- und Lateinmusik - heterofriendly Ambiente für die LGBTI Community
heute 20:30Tojo Theater«EINSNEUNACHTVIER»Von HotAirProduction. Das sich freiwillig überwachende Individuum und der Orwell`sche Protagonist aus «1984» werden zu einer Figur verbunden, die weiss, dass es keinen Ausweg gibt. Oder doch?
heute 21:00DachstockDRITTE WAHL D | DRITTE WAHL RECORDS; NORMAHL D | 7HARD; FEINWASCHMITTEL CH | DMB RECORDS; Afterparty: DJs GODFATHER JAMOUS & RUN RUDOLPH RUN CH
heute 21:00KinoSändou`s Special: I`M A CYBORG BUT THAT`S OK (Original: Saibogujiman kwenchana) von Chan-Wook Park, Südkorea 2009, OV, koreanisch/d, 129 Min.
heute 22:30FrauenraumTANZBAR - Alles ist tanzbar in der TanzBAR im Frauenraum: Discotime queerbeet- heterofriendly Ambiente für die LGBTI Community
heute 23:00CafeteDANCE DE LA VILLE. Gelber (playbox), Emmanuel Difracctive (AFS), Gesang- & Klanglos (Diffikult). Style: Tech House, Deep House, Techno.
So. 11.12. 14:00FrauenraumBAROMETER - Das LesBiSchwule Chillen zu elektronischen Leckerbissen mit den Barometer DJs; dazu DJ ElfERich
So. 11.12. 20:00RössliROB LYNCH - INDIE POP SINGER-SONGWRITER
Di. 13.12. 19:00FrauenraumFRAUEN*BAR - offen für alle Frauen
Di. 13.12. 20:00RössliBLACK OAK (NL) -SINGER-SONGWRITER
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